Freitag, 17. April 2015

Graswurzelstratgeie: 3SAT „Gutachten: Mangelhaft“; Jörg Kachelmann an der Bürger Uni Friedrichshafen und BGH-Fischer, Sabine Rückert(ZEIT), RAe Strate und Kempf auf dem Hambacher Schloß „Vor dem Justiz-Infarkt? Hoeneß-Ecclestone-Middelhoff und die Folgen“


Jörg Kachelmann: „Ich will nicht, dass Gras drüber wächst“

Wie in Karthago nach Hannibal? (Salz drauf, damit kein Gras mehr drüber wachse.) – Ja, mehr als nur etwas ist faul im Staate Groß-Uckermark. Ob §177-Umfaller-Justizminister Heiko Maas gleich bis zum höchstricherlichen Rüffel bleibt, statt neuerlich bei der Vorratsdatenspeicherung schon wieder umzufallen, ob falsche, unwissenschaftliche ‚Gutachten’ als Gewissenserleichterung deutscher Richter/-innen oder Unterminierung des Rechtsstaats durch Interessengruppen, die rechtstechnisch sinnlose Verschärfungen fordern, die klar nur darauf gerichtet sind mediale Vor- und Nachverurteilungen mit Existenzvernichtung bei allzu bescheidener Beweislage statt saubere rechtsstaatliche Aburteilung zu betreiben; es wäre in diesem Land, das sich weltweit gerne narzisstisch  Rechtsstaat nennen lässt, kaum mehr auszuhalten, gäbe es nicht rechtstaatliche Gegenbewegungen und Beiträge wie gestern Abend in 3SAT „Gutachten: mangelhaft“ (Wer es verpasst hat: mitdownload Tool MediaView 9.0 z.B. via CHIP.de downloadbar ), die Friedrichshafener Bürger Uni

Er glaubt selbst nicht daran, dass ihn dieser Freispruch rehabilitiert hat.
An diesen Gedanken gewöhnen will sich Jörg Kachelmann aber nicht. Und so beißt er verbal auch an diesem Abend zu, wenn er „Dreckszeitungen“ geißelt oder behauptet, Falschbeschuldigungen – und das seien, sagt er, die Mehrzahl der angezeigten Vergewaltigungen – seien ein Massendelikt geworden und würden in Sorgerechts-Streitigkeiten etwa als „todsichere Waffe“ eingesetzt. Ein fast schon beleidigender Wortwechsel mit einem Medienvertreter demonstriert, dass Jörg Kachelmann nicht nur pauschal verurteilt, sondern die Interpretation von Recht und Gesetz in die eigenen Hände genommen hat. Nur: Wer will es ihm verdenken nach seinen Erfahrungen mit der dritten und der vierten Macht im Staat?
http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Joerg-Kachelmann-8222-Ich-will-nicht-dass-Gras-drueber-waechst-8220;art372474,7784712

oder jene Veranstaltung am 22. April 2015 auf dem Hambacher Schloß. (Da nicht einmal einer der ARD-Experimental-Sender, geschweige denn der SWR, PHOENIX oder 3Sat überträgt, bleibt zu hoffen, dass wenigstens einer der JURABLOGS-Blogger Zeit und Muse findet, von ort bzw. über diese Veranstaltung zu posten.
Es dürfte nicht nur die pensionierte OSTAin und bepreiste Krimiautorin Gabrielle Wolff brennend interessieren, wie sich beispielsweise die Kröber-Blutsschwester Rückert nach dessen Mollath- und Kulac-Debakeln positioniert.
„Nachdem Sabine Rückert in die Chefredaktion aufgerückt ist, schreibt sie ja nicht mehr, sondern läßt schreiben. Insoweit ist unklar, wie sie sich positionieren wird. Das Zusammentreffen mit RA Strate wird dennoch eine spannende Angelegenheit sein, hat sie doch in Sachen Mollath und Kulac (zur Verteidigung von Kröber) ihre Allzweckwaffe Daniel Müller vorgeschickt, der aus beiden Freisprüchen eine Quasi-Verurteilung und zudem eine Ehrenrettung Kröbers machte, der in beiden Fällen unter seinen Standards geblieben war bzw. sich im Fall Kulac aussagepsychologische Standards angemaßt hatte, über die er als Nicht-Rechtspsychologe überhaupt nicht verfügte. Dennoch bzw. gerade deshalb wurde der Auftrag der Staatsanwaltschaft in deren Sinn glänzend erfüllt, was kausal für das Fehlurteil war.
Anhand des unterschiedlichen strafrechtlichen Schicksals der Wirtschaftsgrößen erweist sich, daß Justitia nicht blind ist, sondern auch dem Populismus frönt (der im Fall Hoeneß zu seinen Gunsten ausfiel und in den Fällen Ecclestone und Middelhoff zu deren Ungunsten).“
https://gabrielewolff.wordpress.com/2014/12/13/der-fall-mollath-das-buch-von-gerhard-strate/comment-page-1/#comment-47829
Titel:
Vor dem Justiz-Infarkt? Hoeneß-Ecclestone-Middelhoff und die Folgen
Wann:
22.04.2015 19.00 Uhr
Kategorie:
Demokratie-Forum Hambacher Schloss
Beschreibung
Mittwoch, 22. April 2015, 19 Uhr
“Vor dem Justiz-Infarkt?

Hoeneß-Ecclestone-Middelhoff und die Folgen”
Moderation: Prof. Dr. Leif
Grußwort:
• Prof. Dr. Gerhard Robbers (Minister der Justiz und für Verbraucherschutz RLP)
Es diskutieren:
• Prof. Dr. Thomas Fischer (Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof)
• Dr. Thomas Darnstädt (Journalist, Buchautor “Der Richter und sein Opfer: Wenn die Justiz sich irrt”)
• Dr. Gerhard Strate (Mollath-Verteidiger, Rechtsanwalt)
• Sabine Rückert (stellvetr. Chefredakteurin die Zeit)
• Eberhard Kempf (Fachanwalt für Strafrecht)
Im Anschluss lädt die Stiftung Hambacher Schloss die Gäste zum Gespräch mit den Diskutanten/-innen bei einem guten Glas Pfälzer Wein ein.
Die Winzerinnen Michaela Peter vom Weingut Peter aus Wachenheim und Manuela Cambeis-Meyer vom Stiftsweingut Meyer aus Klingenmünster präsentieren einen besonderen Wein und sorgen für einen angenehmen Ausklang des Abends.
Die Winzerinnen sind Mitglieder des Vinissima e.V., einem bundesweiten Netzwerk von 340 Weinkennerinnen.
Das Demokratie-Forum wird vom Südwestrundfunk (SWR) unterstützt und aufgezeichnet. Auf der Seite http://www.swr.de/demokratieforum finden Sie Dokumentation der jüngsten Demokratie-Foren sowie Texte und Thesen zu unseren Themen.
Der Eintritt ist frei!
Um Anmeldung wird gebeten unter:
demokratieforum@hambacher-schloss.de





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