Montag, 27. April 2009

Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen in der Statistik 1950: 12.644 - 2009: 150.375

Sowas (>>>>>>>>>1, 2, 3 >>>>) kommt von sowas (auf die Charts klicken):


Relative Größe der Fachanwaltschaften im Jahr 2007: für Familienrecht 24,8%. Es gibt zwar keine Familien mehr ..., aber immer mehr FachanwältINNEN für Familienrecht.
Okay, es gibt ja auch immer mehr Kochsendungen und immer mehr Fertiggerichte, die man beim Anschauen dann verzehren kann... .

Noch 1950 lag die Anwaltsdichte auf dem damaligen Bundesgebiet bei 4934 Bürger pro Rechtsanwalt, inzwischen sind wir bei 561 BpR an- bzw. auf 561 runtergekommen... .






Zahl der in Deutschland zugelassenen Anwwälte und -innen 1950: 12.644 2009: 150.375

Quellen: Statistisches Jahrbuch der Anwaltschaft 2007/2008, Statistisches Bundesamt, divers.

Aber uns geht's ja noch Gold mit 561 BpR (im Bundes-Durchschnitt/Rheinland-Pfalz 2006: 926 Einw./Anwa(e)lt(in)).

Die Trendlinie zeigt, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis wir ein Verhältnis von 1:1 erreicht haben werden. Zur Zeit (2006) liegen wir allerdinsg noch weit hinter den Spitzenreitern Liechtenstein (271,9), Vereinigte Staaten (267,2) und Spanien (266,6).

Und noch eines: Gab es 1925 mal ganze 43 Rechstanwältinnen mit einem Anteil von 0,3% (NULL Komma DREI-Prozent oder 3 PROMILLE) nehmen sich inzwischen (2007) 42.647 (zweiundvierzigtausendsechshundertsiebenundvierzig!!!!) Anwältinnen gegenseitig und ihren männlichen Kollegen die Mandate weg bzw. tragen zu einem ansteigenden Streitklima bei ständig sinkender Bevölkerungszahl in der Bundesrepublik bei. (Anteil inzwischen 29,9 %).
Bedenkt man, dass es auf der anderen Seite der Ärzteschaft zunächst gelungen ist, durch einen künstlichen Numerus Clausus die Zahl (das ANgebot) der neuen Ärzte und Ärztinnen begrenzt zu halten (bei gleichzeitig größer werdender Nachfrage (==>Alter und Anteil der Alten der Bev.), dass inzwischen im Osten die Hausärzte und -innen ausgehen, sollte vielleicht die ein oder andere unnötige Anwältin mal über eine (noch rechtzeitige) Umschulung nachdenken.

Anwaltsdichte in Europa:

http://familienanwaelte-dav.de/downloads/newsletter/news-0406.rtf



BRÜLLEND komisch:

So wird's erträglicher, denkt man/frau sich wohl bei der BRAK!!!

Mag es auch ein Geheimnis für "Jugend forscht" bleiben, was mit "Reihe 1" gemeint sein soll, so ist es natürlich nur allzu köstlich zu sehen, wie man den exponentiellen Anstieg bei der BRAK optisch staucht, indem man auf der X-Achse zunächst als "Maß" 5 Jahre nimmt und dann "fließend" auf 1 Jahr wechselt!!! - so wirkt es (zufällig????) wie ein linearer Anstieg statt exponentiell.

http://209.85.129.132/search?q=cache:0m23u3HmntEJ:www.brak.de/seiten/pdf/Statistiken/GesamtzahlenRAeGrafik.pdf+rechtsanw%C3%A4lte+zahl+ststistik&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=at

Als PDF auch noch das Ganze:

http://www.brak.de/seiten/pdf/Statistiken/GesamtzahlenRAeGrafik.pdf

Solche "Fehler" machen wir natürlich nicht!
SIEHE OBEN: Objektive Charts.

Die Zahlen bis 2007 z.B. vom Beck-Verlag zum Selbststricken:

Auch hübsch:
"
Diese Zahlen sind das Erste, was wir in unserer Kanzlei Referendaren und Bewerbern zeigen, um ihnen die Konkurrenzlage klar zu machen; etliche Berufseinsteiger haben nämlich immer noch eine unrealistische Erwartungshaltung. Besser wäre natürlich, wenn man bereits den Jurastudenten im ersten Semester diese Statistik in die Hand drücken würde. Ich will niemandem das Jura Studium vermiesen." in: Der Rechthaber

und neu hier:

http://www.rechthaber.com/zu-viele-anwaelte/

Kommentare:

  1. Inflation der Fachanwältinnen
    Die Zahl der Fachanwältinnen steigt seit Jahren kontinuierlich an. Die Branche befürchtet bei zu vielen Titelträgerinnen aber einen Wertverlust der Spezialausbildung.
    http://rechtsanwaeldin.blogspot.com/2008/03/inflation-der-fachanwltinnen.html

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  2. spätes FUNdstück:
    "Schallmauer durchbrochen - BRAK zählt 150.375 Anwälte - 30-40-jährige stellen größten Teil der Anwaltschahft"
    [...]
    Aus 23 Verfahren für jeden Anwalt wurden 8

    Da die Zahl der Anwälte von 1997 bis 2007 von 85105 auf 142.830 gestiegen ist, ist die fornesische Tätigkeit der ANwälte in der ordentlichen Gerichtsbarkeit vor den AMtsgerichten rapide gesunken. Währedn statistisch gesehen jeder Anwalt im Jahr 1995 mehr als 23 erstinstanzliche Verfahren vor den Amtsgerichten betreut hat, waren es im Jahr 2007 nur noch gut acht Verfahren. Und während in dne neunziger Jahren auf jeden ANwalt eine Berufung zu den Landgerichten entfiel, lag die Quote 2007 bei gerade mal 0,43 - rechnerisch hatte nicht einmal jeder zweite ANwalt also eine zivilrechtliche Berufung zum LG auf dem Tisch."
    AD VOCIE 01/09 - Seite 36
    http://www.davforum.de/741/

    Justizgeschäftsstatistik:
    www.davFORUM.de/AdVoice/Service
    Statistiken der BRAK:
    www.brak.de/seiten/08_02.php
    Die offizielle Justiz

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