Donnerstag, 19. Mai 2011

Fall Kachmann: Ein schwarzer Tag für Alice, BILD, FOCUS, BUNTE – Desperate attorneys zeitweilig unter Kontrollverlust ?!– Die „falsche Vorstellung“/der „falsche Film“ der STA Mannheim: "Den Oltroggismus in seinem Lauf halten weder Ochs' noch Esel auf.“

LG Mannheim: „Doch wir! Und wir fangen noch gleich beim Plädoyer damit an.“ - STA Oltrogge mehrfach „live“ während der Einführung des Oltroggimus eingenordet. Selbst STA fordert Strafrabatt wegen der (z.T. massivst rechtswidrigen und andernorts und anderweitig bereits ausgeurteilten) Machenschaften von Medien (namentlich nicht genannt:  BUNTE, Alice, BILD, FOCUS (ohnehin bereits via Medienanwalt Prof. Hoecker bienenfleißig verfolgt). 
Doch Sch(m)erz beseite:
Noch am Morgen ein kurzes Stoßgebet: „Maria hilf!“ (und ab nach Kachelmannheim) Und noch taggleich hat Maria (Laach) (>>>) geholfen ;-).

(während wir "drin" waren).
„Frommel: «Für mich hat die Staatsanwaltschaft alle Fehler gemacht, die man machen kann. Das kann karrieristisch, das kann böswillig, das kann unfähig sein - schlechter kann man es jedenfalls nicht machen. [Der Staatsanwalt hätte den Beschuldigten aus der U-Haft entlassen müssen, um dann in aller Ruhe zu ermitteln. Vor allem hätten sie sich mit Meldungen an die Presse zurückhalten müssen. Der größte Fehler war jedoch, dass keine direkte Videovernehmung mit der Zeugin gemacht wurde. Das wäre wichtiges Material für den Aussagepsychologen gewesen.»]

Zumindest der Strafrechtsprofessorin, die sogar von BILDonline im „Ticker“ 15:11 Uhr zeitweilig zitiert wurde. Dem Dream-Team der STA Mannheim um STA Oltrogge ("Die Staatsanwaltschaft ist nicht so blöd, nicht zu erkennen, dass die Nebenklägerin gelogen hat.) und dem NK-Vertreter RA Franz war allerdings wohl nicht mehr zu helfen. Jedenfalls nicht mehr durch Maria (Laach). Nur durch Alice. Die einst so rasende, schonungs- wie rechtlich ahnungslose BILD-Kommentatorin, mit offensichtlich gestörter Selbst- und Fremdwahrnehmung (mehr im XXL-Beitrag am Wochenende) kommentierte schon heute Nacht online und heute Morgen im Print (Seite 3) den so geistig-abenteuerlichen, wie rechtsfortbildenden, sicherlich ernstgemeinten, aber nicht ernstzunehmenden Vorschlag des Triumvirats: „Ein angemessener Kompromiss“

  Kurz-Kommentar RA Schwenn im Video bei „20Min“.


Das Versagen der Kachelmann-Ankläger

"Egal wie das Urteil in diesem langen und bizarren Prozess lauten wird: Das Verhalten der Mannheimer Staatsanwälte taugt schon jetzt zum handfesten Skandal und beschädigt das Ansehen der Justiz. swi"

 



Da BILD trotz weiter sinkender Auflage (wie bei BUNTE/FOCUS/EMMA übrigens auch) und daraus generiertem Zwangsrabatt der STA Mannheim in der Causa Kachelmann offenbar dennoch „keine vernünftigen Zweifel“ hat, die sinnlose Anti-Kachelmann-Strategie fortzusetzen, wurde das BILDonline das Zitat operativ entfernt und im PRINT erst gar nicht (mehr) gebracht; daher HIER ein LINK zum ganzen DPA-Interview. (für viele in Amerika-Woche) Dabei kannte die Professorin das Blähdoyer zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. Aber es blieb bei den 100% Fehlleistung der STA. (Verstieß das Zitat später dann gegen die Linie und wurde über Nacht entfernt? Dabei hätte es Kachelmann, Höcker, Schwenn und Combé und das Gericht in Köln sicherlich und ausnahmsweise doch gar nicht gestört.). )


Wie bereits gebloggt: zu der „falschen Vorstellung“ der STA ausführlicher am Wochenende.

Immerhin noch soviel: Selbst Stephan WINTERBAUER (MEEDIA) scheint inzwischen aufgewacht und hat sich wohl eines Besseren belehren lassen. Allein Alice Schwarzer versucht nun immer noch mit aufs übervolle Roß (3 STA + STA-Presseversprecher Grossmann + massiger NK-Anwalt Franz) aufzusteigen. Allein es ist keine Tierquälerei (mehr): Der Schindmähre der Kavallerie der Justiz ist eh längst tot.

Übrigens zum Nonsens „keine vernünftigen Zweifel“ (ein Spruch der ja kommen musste) bringt just-in-time (und genau dies wohl antizipierend) der heutige STERN das Heer von Zweifel nochmals in der Zusammenfassung und unterlegt jeweils den Bildern Gutachtern wie der Aussagepsychologin Greuel und sachverständigen Zeugen, eben jeweils aus den Legionen von Gründen jeweils einen. Hübsch drappiert.

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dazu auch nochmal FROMMEL:

"Wenn Aussage gegen Aussage steht - gilt dann immer «im Zweifel für den Angeklagten»?

Frommel: «Leider nicht. Dann beginnt die Schlammschlacht. Das Gericht hat einen weiten Beurteilungsspielraum. Ich gehe davon aus, dass es mehr Verstöße gegen die Unschuldsvermutung gibt als früher. Es gibt heute vor allem bei männlichen Staatsanwälten und Richtern eine Scheu, dem Opfer gegenüber misstrauisch zu sein. Diese Scheu gab es auch im Kachelmann-Verfahren. Vielleicht ist dieser Prozess ein Signal, die Unschuldsvermutung wieder wichtiger zu nehmen und solche unprofessionellen Staatsanwälte nicht in Sexualstraftaten ermitteln zu lassen.»

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Immerhin ähnlich wie nach dem ersten Schock mit Herzrasen, Wut und Enttäuschung beim Besuch des Schrott-Films „Troja/Troy) von Petersen (schamvoll im Abspann „nach Motiven von Homer“) konnte man nach einer Grundentscheidung mit Erwartungs- und Ansichtswechsel ab einem gewissen Punkt dem ganzen Film doch einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Fehlten bei Petersen die Götter gänzlich, so fehlte gestern in den Plädoyers gänzlich der einstige international bekannte Experte und Therapie-Traum-Gott Seidler völlig. Auch hier wie dort gab und gibt es die üblichen „falschen Schatten“,Wolken, wechselnden Himmel, … nach dem Schnitt. Wo gibt es/gab es je einen Kilometerbreiten und langen Sandstrand in der Türkei? Und wer in die Vosrtellung mit falschen Erwartungen reingeht und auch noch stur dabei bleibt und sich z.b. dort nur auf den Knackarsch und definierten Body von Brad Pitt konzentriert (bzw. hier auf das vermeintliche Opfer wie z.B. A.Schwarzer) verpaßt natürlich wie zweimal die Sonne im Westen aufgeht und auch ansonsten mehrfach und permanent gegen Seinsgesetze verstoßen wird, selbst ohne Abgleich gegen die erzählte Vorlage.
Wache Zuschauer, wenn sie auch nur den Ansatz der Vorlage (Homer: Ilias, Aenaeis) kennen, erkennen natürlich noch mehr Fehler als nur Verstöße gegen Naturgesetze. Dass z.B. ein in Abwesenheit geborenes Baby, dass vor Ausbruch des Krieges dem heimkehrenden Hector von der stolzen Mutter in den Arm gelegt wird, bei der Flucht aus Troja eigentlich 10 Jahre alt sein. Aeneas, dem tapfersten Helden Trojas nach Hector, wird am Ende des Films eine dann offensichtlich selten dämliche Frage gestellt (Ob er denn ein Schwert führen könne.) etc. etc.
Jeder blamiert sich bzw. seine (Film-)Innung in der wissenden Teilöffentlichkeit, so gut er eben kann. Guttenberg tat es global (bis in Al Djazeera (arab. & engl.) und CNN) auf seine Weise mit „seiner“ juristischen Fakultät in Bayreuth und das Quadvirat (inkl. Presseversprecher Grossmann)
auf seine mit dem LG Mannheim und der juristischen Ausbildung im Allgemeinen.

Eingang in die Rechtsgeschichte und den DUDEN werden sie – wie offensichtlich angestrebt - allemal finden, zwar nicht im Mannheimer Ergebnis, so doch mit Neo-Logismen wie „Gattnern“ oder „Oltroggismus“, die sicherlich die noch existierende geflügelten Worte von „Wir sind hier doch nicht in Mannheim.“ oder „Wir sind hier doch nicht bei(m) Kachelmann (Prozess).“ überdauern.
Überdauern wird auch der ohnehin kuriose Rechtskonstruktions-Vorschlag, allerdings auf Strafverteidigerseite.
Manch einer wird später sicherlich für seinen Mandanten, der durch die BILD et al nach dem Gericht am Nasenring über den Boulevard gezogen wurde auch einen Strafrabatt fordern, wie „damals“ „Gattner & Oltrogge (G&O)“ bzw. Oltrogge und Co. „beim Seidling“ ... als sie – wie es schien – scheinheilig am Schluß des Plädoyers Milde wegen der zügellos und rechtswidrig agierenden Medien (Es waren ausgewählte, nicht mal alle!) forderten, aber gleichzeitig in der Kette Tagesspiegel, BILD etc. ANGEKÜNDIGT selbst wiederum die so kritisierten Medien in öffentlicher Verhandlung nochmals befütterten und sich damit selbst zum Absch(l)uß selbst zu Komplizen des Boulevards machten. (Man lese die heutige Berichterstattung und finde die „Schlagworte“.)

Auch noch ein kurzes Wort zum "Plädoyer" des NK-Vertreters mit der Reihung von wohl als "rhetorischen" gemeinten und gewollten Fragen.
Gewollt ist hat nicht gekonnt.


Nahezu alle dieser Frage hätte man abnicken können. Oder um es nochmals mit dem Gleichnis des Film "Troja" zu sagen. Ja, durchaus intelligente (und sogar durchaus gebildete) Leute "Verbrechen" solche Filme. Auch - mal positiv unterstellt - überdurchschnittlich intelligenten Leuten, wie dem mutmaßlichen Opfer Claudia D.ingens  oder Staatsanwälten wie Grossmann, Gattner und Oltrogge können "Montagsproduktionen" gelingen. Das schafftenm selbst Toyota und Mercedes und mussten ZWEIFELSFREI und  schamchvoll internationale Rückrufaktionen starten.

Die Ankläger müssen aber noch weitere Unstimmigkeiten begründen: Am angeblichen Tatmesser wurden nur sehr wenige Spuren gefunden, Mays Verletzungen am Hals und an den Beinen halten einige Gutachter wahrscheinlich für Selbstverletzungen. Oltrogge versucht es mit dem Ausschlussverfahren. Eine Selbstverletzung mit dem Messer sei unwahrscheinlich, die Rechtsmediziner hätten ähnliche Wunden mit ihren Versuchen auch nicht zustande gebracht. Zudem müssten dann mehr DNA-Spuren am Messer gewesen sein. Hat sich May also mit einem Seil oder einer Nagelfeile selbst verletzt? Oltrogge: "Sie hätte befürchten müssen, dass ihre Manipulation auffliegt." Für eine unbekannte dritte Person gebe es keine Anhaltspunkte, ebenso wenig für eine andere Tatwaffe. Bleibt nach seiner Sicht nur noch das Messer.

http://www.stern.de/panorama/erstes-plaedoyer-im-kachelmann-prozess-gepraegt-von-macht-und-dominanz-1686511.html
oder:

Wenn die Aussage der Zeugin zur Tat eine Lüge wäre, wäre sie wegen des nachgewiesenen Belastungs- und Bestrafungsinteresses der NK glaubhafter ausgefallen, wie bereits das Gericht anmerkte. ... StA  Mägerle

Dami es sitzt zur Wiederholung

„Frommel: «Für mich hat die Staatsanwaltschaft alle (sic!) Fehler gemacht, die man machen kann. Das kann karrieristisch, das kann böswillig, das kann unfähig sein - schlechter kann man es jedenfalls nicht machen. [Der Staatsanwalt hätte den Beschuldigten aus der U-Haft entlassen müssen, um dann in aller Ruhe zu ermitteln. Vor allem hätten sie sich mit Meldungen an die Presse zurückhalten müssen. Der größte Fehler war jedoch, dass keine direkte Videovernehmung mit der Zeugin gemacht wurde. Das wäre wichtiges Material für den Aussagepsychologen gewesen.»]

Und noch eines, ganz aktuell: Auch Tränen, so sie denn überhaupt geflossen(getröpfelt) sind, sagen nichts, aber ach gar nichts. Man wende sich nur mal an die Casting-Agentur "MEDIABOLO.de" in Köln , die z.B für Gerichtsshows  castet. Man glaubt gar nicht, welch Naturtalente es selbst unter Laien gibt, manche bruachen nur einen Sat auf dem Stichwortzettel und können "aus dem Stand" weinen.

http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article13380958/Die-Traenen-der-Nebenklaegerin.html



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