Dienstag, 1. September 2009

Meine Frau schlägt mich: Häusliche Gewalt gegen Männer - Das Leben!

"Erzählen Sie mal als Mann, dass Ihre Frau Sie verprügelt ..." Man glaubt es kaum, aber häusliche Gewalt von Frauen gegen ihre Männer kommt kaum seltener vor als umgekehrt. Das belegen mehrere Untersuchungen - vor allem internationale.
Der Film von Ulrike Heimes und Sara Rainer greift dieses selten in die Öffentlichkeit geratende Thema auf und stellt einige geschlagene Männer vor. Und das sind keineswegs nur solche, die man gerne als "Weicheier" und "Schlappschwänze" bezeichnet."

[Die Rechtsanwäldin:]Zu hoffen bleibt, dass in dem couragierten Beitrag der beiden "Macherinnen" über das eigentliche Tabu-Thema jenseits des gender mainstreams, auch die zweite Ohnmacht der Opfer - gegenüber Polizei und Justiz - hinreichend deutlich wird. Denn bei der Staatsmacht scheint durch den massiven Einfluss der Frauenhaus-Bewegung oben genannte internationale Erkenntnis schon nicht angekommen zu sein. Doch auch wenn es "nur" ein "schwarzer Schwan/weißer Rabe"-Phänomen(Leseprobe: Nassim Nicholas Taleb: "Der schwarze Schwan" - siehe unten) w-ä-r-e, was es definitiv nicht ist, gelte es dies rechtsstaatlich angemessen und vorurteilsfrei zu handhaben. (Siehe Josephs Geschichte im Alten Testament, "Disclosure/Enthüllung (Michael Douglas/Demi Moore u.a.m.).
Wie schnell Polizei und Justiz im scheinbar umgekehrten Fall reagiert, zeigte noch kürzlich jener Fall: "....
In letzter Sekunde – der Haftbefehl war schon unterschrieben ..."

SMS lässt Lügengebäude einer Frau einstürzen"

Den männlichen Opfern gilt unsere Anerkennung sich in diesem wichtigen Beitrag als doppelte Opfer der Frauen und des Justizystems/der Gesellschaft zu outen, und natürlich den beiden couragierten Autorinnen, um den dringend notwendigen DIskurs in der Polizei, Justiz und Politik über dieses letzte Tabu anzuregen ... .
Allen Anwältinnen und Anwälten, die mithelfen die Mauer der Ignoranz (siehe Wikimannia) zu durchbrechen, ebenfalls.

NDR Fernsehen Sonntag, 13. September 2009 15:15 Uhr

Wiederholung dieser Sendung
14.09.2009 03:20 Uhr
Das Leben! - Meine Frau schlägt mich
Häusliche Gewalt gegen Männer

Das Leben! - Meine Frau schlägt mich: Häusliche Gewalt gegen Männer

Klaus Ruf während der Dreharbeiten. © NDR, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellem Zusammenhang mit genannter NDR-Sendung bei Nennung "Bild: NDR" (S2). NDR Presse und Information/Fotoredaktion, Tel: 040/4156-2306 oder -2305, pressefoto@ndr.de
"Erzählen Sie mal als Mann, dass Ihre Frau Sie verprügelt ..." Man glaubt es kaum, aber häusliche Gewalt von Frauen gegen ihre Männer kommt kaum seltener vor als umgekehrt. Das belegen mehrere Untersuchungen - vor allem internationale.

Doch die Öffentlichkeit nimmt diese Tatsache nicht wahr. Wie kommt das? Männer rufen in der Regel nicht die Polizei. Und wenn, erstatten sie selten Anzeige oder ziehen diese bald wieder zurück - vorausgesetzt die Polizei glaubt ihnen überhaupt.

Doch Männer sind erpressbar, vor allem, wenn es gemeinsame Kinder gibt - Stichwort Sorgerecht. Schon wegen ihrer körperlichen Überlegenheit erwartet man von Männern, dass sie Attacken von Frauen locker abwehren, also gar keine Opfer sein können. Doch nicht Größe und Stärke sind Voraussetzungen für Gewalt. Es kommt vielmehr darauf an, ob jemand Kränkung und Ärger in Aggressivität umwandelt. Dann schlagen auch Frauen zu oder werfen mit Bügeleisen oder Küchenmessern. Und die Männer ertragen es, aus Schamgefühl, aber auch, weil es für sie kaum Beratung gibt.

  • Vater Jürgen, Mutter Birgit und die Kinder Erik und Pauline spielen in der gemeinsamen Wohnung Karten. © NDR, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellem Zusammenhang mit genannter NDR-Sendung bei Nennung "Bild: NDR" (S2). NDR Presse und Information/Fotoredaktion, Tel: 040/4156-2306 oder -2305, pressefoto@ndr.de Klicken Sie auf das Bild, um alle Bilder als Galerie zu sehen
  • Jürgen Manneck Interview © NDR, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellem Zusammenhang mit genannter NDR-Sendung bei Nennung "Bild: NDR" (S2). NDR Presse und Information/Fotoredaktion, Tel: 040/4156-2306 oder -2305, pressefoto@ndr.de Klicken Sie auf das Bild, um alle Bilder als Galerie zu sehen
  • Klaus Ruf während der Dreharbeiten. © NDR, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellem Zusammenhang mit genannter NDR-Sendung bei Nennung "Bild: NDR" (S2). NDR Presse und Information/Fotoredaktion, Tel: 040/4156-2306 oder -2305, pressefoto@ndr.de Klicken Sie auf das Bild, um alle Bilder als Galerie zu sehen
  • Nachgestellte Gewaltszene mit Jürgen Manneck. © NDR, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellem Zusammenhang mit genannter NDR-Sendung bei Nennung "Bild: NDR" (S2). NDR Presse und Information/Fotoredaktion, Tel: 040/4156-2306 oder -2305, pressefoto@ndr.de Klicken Sie auf das Bild, um alle Bilder als Galerie zu sehen


Der Film von Ulrike Heimes und Sara Rainer greift dieses selten in die Öffentlichkeit geratende Thema auf und stellt einige geschlagene Männer vor. Und das sind keineswegs nur solche, die man gerne als "Weicheier" und "Schlappschwänze" bezeichnet.
Sonntag, 13. September 2009 15:15 bis 16:00 Uhr (VPS 15:15), Reportage + Dokumentation stereo 169

========================

Dokumente
Inhaltsverzeichnis
[PDF-Dokument, 118 kb]
Vorwort
[PDF-Dokument, 169 kb]
Leseprobe 1
[PDF-Dokument, 200 kb]
Nassim Nicholas Taleb
Der Schwarze Schwan
Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse
Übersetzt von Ingrid Proß-Gill
Alle Schwäne sind weiß - davon waren die Europäer bis ins 17. Jahrhundert überzeugt. Dann wurde Australien entdeckt. Dort gibt es schwarze Schwäne - was keiner für möglich gehalten hatte, war auf einmal Realität.

In seinem Bestseller zeigt Nassim Taleb: Extrem unwahrscheinliche Ereignisse - “Schwarze Schwäne” - gibt es viel häufiger, als wir denken. Und wir unterschätzen systematisch ihre gewaltigen Folgen.

Dazu passen acu die folgenden Meldungen:

SÜDDEUTSCHE: Sie küüsten sich und schlugen sich http://www.sueddeutsche.de/muenchen/29/484464/text/

Sie küssten und sie schlugen sich

Beziehungsdrama

17.08.2009, 17:05

Von Alexander Krug

Eine eifersüchtige Ehefrau hat bei einer "Aussprache" in der Sonnenstraße auf ihren Mann eingestochen. Nun ist sie angeklagt wegen versuchten Mordes.[...]

Das Paar lebte in Scheidung Frau schießt ihren Mann
vor Amtsgericht nieder

Das Opfer ist schwer verletzt - Täterin gefasst


27.08.2009 - 07:59 UHR

SCHÜSSE VOR DEM GELSENKIRCHENER AMTSGERICHT!

Ein ganz normaler Scheidungstermin entwickelte sich am Mittwochmorgen in Gelsenkirchen zu einem blutigen Ehe-Drama! Um 10 Uhr sollten sich die Eheleute Ali T. (29) und Dilek F. (32) vor Gericht treffen. Doch als der Mann mit seiner neuen Freundin (23) vor dem Gebäude ankam, eskalierte die Situation.

[...] http://www.bild.de/BILD/regional/ruhrgebiet/aktuell/2009/08/26/blut-drama-vor-gericht/frau-schiesst-auf-ihren-ex-mann.html


Wie süß! Für mehr Fairness im deutschen Familienrecht ? - PAPA-YA - Das Magazin 2. Ausgabe

Mehr Fairness im Recht? Mehr Recht im Recht? Wo leben DIE denn? Tsss.
Will da etwa jemMANd nicht erwachsen werden?

PAPA-YA - Das Magazin 2. Ausgabe

(fair-NEWS) - Das Magazin für mehr Fairness im deutschen Familienrecht Im September 2009 erscheint die zweite Ausgabe von PAPA-YA.

Die Lücke auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt ist nun geschlossen. Kompetente Berichte zum aktuellen Familienrecht und zur Familienpolitik, Erfahrungen von minderjährigen und erwachsenen Scheidungskindern und wichtige Urteile zu Unterhalts-, Sorge- und Umgangsstreitigkeiten sind nur einige der vielen Themenschwerpunkte. Besonders lesenswert dürfte das Interview mit Eva Herman sein, das sicherlich für einige Aufregung sorgen wird. Allgemeine Informationen für alle Betroffene vor, während und nach der Trennung runden das Spektrum von „PAPA-YA - Das Magazin“ ab. Zusätzlich werden in jeder Ausgabe neue Bücher zur Thematik vorgestellt. Ganz besonders stolz sind wir auf die DVD-Beilage der zweiten Ausgabe. Hier präsentieren wir exklusiv den Film „Lieber Vater“!

Ein kompetentes Team aus Familienanwälten, Verfahrenspflegern, Kinderpsychologen und natürlich Betroffenen mit jahrelanger Eigenerfahrung bildet die PAPA-YA-Redaktion.

Einige Themen der zweiten Ausgabe:
Aktuelle News - §1626a-Beobachtungsauftrag - Unterhaltsrechtsreform - Kinder brauchen beide Eltern e.V. - Ausgrenzung von Trennungseltern in der Schule - Interview Eva Herman - Cochemer Modell - Interview mit Richter Rudolph - Parteien zur Wahl 2009 - FILM: „Lieber Vater“ von Ya'ir G. Magall mit Interview Regisseur uva.
Das Magazin erscheint zweimonatlich beim PAPA-YA-Verlag. Die Ausgabe September/Oktober erscheint in der 38. Kalenderwoche. Heftbestellungen über redaktion@papa-ya.de oder über die Homepage des Magazins www.papa-ya.de.
Eine Titelseite des aktuellen PAPA-YA kann unter redaktion@papa-ya.de als PDF angefordert werden.
Weitere Informationen finden Sie unter www.papa-ya.de

Kontakt:
PAPA-YA - DAS MAGAZIN
Das Magazin für mehr Fairness im deutschen Familienrecht
c/o Jörg Mathieu
Mecklenburgring 61
D-66121 Saarbrücken
Tel: 06 81 / 89 56 749
E-Mail: redaktion@papa-ya.de
Homepage: www.papa-ya.de
Mit vielen guten Wünschen
Jörg Mathieu
Herausgeber/Chefredakteur PAPA-YA


• Homepage
www.papa-ya.de

• Pressekontakt
PAPA-YA - DAS MAGAZIN
Das Magazin für mehr Fairness im deutschen Familienrecht
c/o Jörg Mathieu
Mecklenburgring 61
D-66121 Saarbrücken
Tel: 06 81 / 89 56 749
E-Mail: redaktion@papa-ya.de
Homepage: www.papa-ya.de

• Kontakt
PAPA-YA
Mecklenburgring 61
66121 Saarbrücken
Deutschland
Telefon: 06 81 / 89 56 749
• Unternehmensinfo
Ein kompetentes Team aus Familienanwälten, Verfahrenspflegern, Kinderpsychologen und natürlich Betroffenen mit jahrelanger Eigenerfahrung bildet die PAPA-YA-Redaktion.

Neues Baby FamFG zum 01.09.2009 ? Wieder nur ein Mädchen?

Nein! Bei Umgangsverweigerung

Haftstrafe für Mütter

Künftig können getrennt lebende Väter den Kontakt zu ihrem Kind stärker einfordern. Der Mutter, die den Umgang (in der Regel noch als Alleinsorgerechtigte) sabotiert, droht sogar das Gefängnis.

Na, vielleicht bekommen wir ja jetzt dadurch auch bald skandinavische (kanadische) Bildungsverhältnisse, wo Haftandrohungen (die gerade in skandinavischen Ländern auch an Müttern vollzogen wurden!) dazu führten, dass die Länder im P.I.S.A.-Ranking nach vorne kamen. da mehr Kinder ihre Väter wirklich sahen und sehen.

Eine kostengünstigere Alternative für den Staat, als die hierzulande angestrebte männliche Fremdbetreuung in KITAS, KIGAS, Grundschulen etc. auf Pump zu finanzieren... .

Mal darüber nachdenken ... und abwarten .... .

Vielleicht ist ja dann auch endlich bald Schluß mit dem "männlichen Zeugngsstreik": >>>>>


Nicht nur französische Männer scheinen aus ihrer selbstverschuldten Unmündigkeit, ihrem zwei Generationen dauernden Tiefschlaf erwacht. Noch reiben sie sich verschlafen die Augen. Doch die Zeit scheint reif. - Gerade nach den Debakeln der Landtagswahlen. Die Fragebogen-Aktion der "vaeterpolitik.de" gewinnt offensichtlich an Fahrt, wie die "panikartigen" Rückläufe gerade der letzten Tage zeigen... ;-)

Pressemitteilung des Bundesvereins zur Reform im Familienrecht ab 01.09.09
Chancen für Trennungskinder nutzen!
Am 01.09.2009 tritt das neue Verfahrensgesetz für familienrechtliche Angelegenheiten (kurz: FamFG) in Kraft. Darauf weist der bundesweit agierende Verein „Väteraufbruch für Kinder e.V.“ (VAfK) hin. Das neue Gesetz betrifft unter anderem Verfahren um elterliche Sorge und Umgang mit Kindern bei Trennung und Scheidung. Die Verfahren sollen beschleunigt und die Rechte der Kinder gestärkt werden. So soll eine Anhörung aller Beteiligten binnen eines Monats seit Antragstellung geschehen. Der Richter hat im Regelfall eine neutrale Person zu ernennen, die die gerichtlichen Interessen des Kindes an Stelle des betreuenden Elternteils vertritt (Verfahrensbeistand). Um die praktische Durchführung von gerichtlichen Umgangsregelungen zu gewährleisten, kann ein Umgangspfleger ernannt werden. Flankiert werden diese Vorschriften durch Änderungen bei den Zuständigkeits- und Vollstreckungsregelungen. Beispielsweise ändert sich nicht mehr in allen Fällen der Gerichtsort bei einseitigem Wegzug eines Elternteils mit dem Kind ohne Einverständnis des anderen Elternteils. Durch die Verhängung sogenannter Ordnungsmittel kann das Gericht schließlich Fälle von hartnäckiger Umgangsverweigerung leichter als bisher sanktionieren. [mehr]

"EIGENLOB" Zypries - BMJ: Am 1. September 2009 treten wichtige Änderungen im Familienrecht in Kraft. [mehr]
Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586) [mehr]
Die Welt: Familiengericht – Werden Scheidungen jetzt fairer? [mehr]
Main Post: Richter kann Konfliktlösung verordnen [mehr]
RP: Neue Regeln für Ehescheidungen [mehr]

Bei Umgangsverweigerung

Haftstrafe für Eltern

Künftig können getrennt lebende Elternteile den Kontakt zu ihrem Kind stärker einfordern. Dem Elternteil, der den Umgang sabotiert, droht sogar das Gefängnis. VON CHRISTIAN RATH[...TAZ 01.09.2009 online]

25.000 Betroffene: Wenn Väter entsorgt werden
Viele Väter müssen ohne ihre Kinder leben. Weil vor allem die Kinder unter dem Verlust leiden, fordern Selbsthilfegruppen nun neue Standards.


Wenn er wenigstens wüsste, dass es irgendwann ein Happy End gibt, dann wäre alles leichter, sagt Peter Witkowski. Doch diese Sicherheit gibt es nicht, und so bleibt ihm nur der Kampf um seine Tochter. Hannah (Name von der Redaktion geändert) ist jetzt neuneinhalb Jahre alt. Seit beinahe fünf Jahren hat Peter Witkowski sie nicht mehr gesehen, hat sie nicht mehr in den Arm nehmen, nicht mehr drücken oder mit ihr spielen können. Witkowski erinnert sich an die Trennung im Jahr 2004 nach der seine Exfreundin einen neuen Mann kennengelernt hatte. Plötzlich eröffnete sie ihm: "Hannah hat jetzt eine neue Familie. Sie will bei uns bleiben und dich nicht mehr sehen." Die Worte erschüttern den Mann bis ins Mark - auch wenn er sich bis heute sicher ist, dass alles gelogen war. "Hannah hätte garantiert gewollt", so der 41-Jährige. Witkowski schaltet das Jugendamt ein, zieht vor Gericht. Ein erster Beschluss: Alle zwei Wochen darf Hannah für drei Tage und zwei Nächte zu ihm. [mehr]

Hamburger Abendblatt: Schluss mit dem Egoismus der Eltern [mehr]
Hamburger Abendblatt: Film und Diskussion zum Thema [mehr]

Väter würden sich gern mehr um die Kinder kümmern

Eine Mehrheit von Deutschlands Vätern hält die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterhin für schwierig. Wie aus einer gestern vorgestellten Studie hervorgeht, halten drei von vier Befragten es für selbstverständlich, sich in die Kinderbetreuung einzubringen. Rund 59 Prozent der Väter haben aber Angst, dass eine Elternzeit zu erheblichen finanziellen Einbußen führt. Fast jeder dritte Vater befürchtet Nachteile für sein berufliches Fortkommen. Das Institut Forsa befragte im Auftrag der KKH-Allianz bundesweit 501 Väter. Nach den Angaben würden zwei von drei Vätern gerne mehr Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen. Jeder zweite Vater wäre bereit, dafür vorübergehend seine Arbeitszeit zu reduzieren. Schon jetzt unternähmen zwei von drei Vätern mindestens einmal in der Woche etwas alleine mit ihren Kindern. Jeder zehnte Vater tue dies jeden Tag, sechs Prozent dagegen "eigentlich nie". [mehr]

DailyNet.de: Zwei von drei Vätern wünschen sich mehr Zeit mit ihren Kindern [mehr]

Pressemitteilung des Bundesvereins Väeraufbruch für Kinder
Deutschland benachteiligt unterhaltszahlende Väter

Die steuerliche Benachteiligung von Vätern nach Trennung und Scheidung wird in Deutschland allzu oft verschwiegen. Obwohl der deutsche Staat, im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern, die höchsten Unterhaltsregelsätze zu Grunde legt, werden von Trennung und Scheidung betroffene Väter steuerlich massiv benachteiligt. Dies gilt auch bei "gemeinsamer elterlichen Sorge", unabhängig von Umgang und Unterhalt. Den Steuervorteil erhält die Ex-Frau, bei der das Kind gemeldet ist. Ungleichstellungen wurden z.B. bei der Familienrechtsreform 1998 verursacht und nach deren Inkrafttreten nicht mit dem Steuerrecht abgeglichen. Dem unterhaltszahlenden Vater wird nach der Trennung zusätzlich zum Mehraufwand des Umgangs (Fahrtkosten, Kleidung, Essen, Wohnraum, Heizung, Strom, Wasser, etc) und den hohen Unterhaltsbelastungen, obendrein noch die Steuerklasse 1 aufgebürdet. Die Steuerklasse 1 erhalten in Deutschland ledige Personen OHNE Umgangs- und Unterhaltsverpflichtungen. Durch die steuerliche Ungleichbehandlung wird dem Unterhaltszahler verwehrt, die gleichen Abzüge geltend machen zu können, wie sie die Ex-Frau - aufgrund des bei ihr gemeldeten Kindes - unter Steuerklasse 2 geltend machen kann. [mehr]

Im Westen was Neues: Frohnkreich, Frohnkreich! - Männer fordern gleiche Rechte


Vorbildlich!

Allons (enfants)garcons de la patrie!
220 Jahre nach der rävolühciohn! 220 Jahre nach libérté, égalité, sororité:

Männer fordern gleiche Rechte
(Das wurde aber auch Zeit, Franzosen!)
Nur Frankreichs Müttern werden bislang für jedes Kind zwei Rentenjahre gutgeschrieben. Der Oberste Gerichtshof hat diese Praxis nun untersagt, auch Väter haben Anspruch auf diesen Bonus. Nun sucht der Staat nach einer finanzierbaren Lösung. Nicht nur beim Kinderkriegen, auch wenn's um staatliche Hilfen für die Mütter geht, ist Frankreich Europameister. Das Rundum-Sorglos-Paket fängt bei Ganztagsbetreuung und Steuergeschenken an und hört bei satten Gutschriften für die Rente auf. Nun gehen Frankreichs Väter auf die Barrikaden. Im Geschlechterkampf mit vertauschten Rollen pochen sie nun auf volle Gleichberechtigung. Sie wollen ebenfalls in den Genuss einer Väter-Rentenprämie bekommen. Gérard Reverend ist Präsident der Vereinigung „les papas – les mamans” und lautstarker Befürworter einer Rentenreform zugunsten seiner Geschlechtsgenossen. „Wir müssen raus aus der Falle der Diskriminierung”, sagte er der Zeitung „Le Parisien”. Derzeit gibt es den Renten-Bonus nur für Mütter: zwei Jahre für jedes Kind. Hat eine Frau beispielsweise drei Kinder bekommen, darf sie sechs Jahre vor Erreichen der Altersgrenze den Ruhestand antreten. Eine Praxis, gegen die mehrere Väter mit Erfolg geklagt haben. Der „Cour de Cassation”, der Oberste Gerichtshof, gab ihnen Recht. Die Folge: Ab heute muss Arbeits- und Sozialminister Xavier Darcos mit den Sozialpartnern nach einer praktikable Lösung suchen. [mehr]

http://www.youtube.com/watch?v=v7TLCTuI_DE





Sonntag, 30. August 2009

GAU eingetreten? LTW-BlitzGe(t)witter in Sachsen? Blitzschaden 50.000 EUROnen???

Sah der Bundeswahlleiter (und Abgordnete von Union) noch Twitter-Probleme für die Bundestagswahl voraus (siehe SPIEGEL vom 27.06.2009), scheint "irgendjemand" es vorgezogen zu haben, die Probleme vorzuziehen: auf die LTW-Sachsen.


27.06.2009 SPIEGEL online


Microblogging

Politiker fürchten Twitter-Manipulationen bei Bundestagswahl

Der Bundeswahlleiter und Abgordnete von Union und SPD befürchten nach SPIEGEL-Informationen, die Bundestagswahl könnte durch Kurznachrichten im Online-Dienst Twitter unzulässig beeinflusst werden. Ihre Furcht: Bisher vertrauliche Exit Polls könnten vorzeitig öffentlich werden.

Hamburg - Die sogenannten Exit-Polls mit Zahlen und Trends zum Wahlausgang werden den Parteien nachmittags mitgeteilt. "Es wäre der GAU, wenn die Wählerbefragungen vor Schließung der Wahllokale öffentlich bekannt würden", sagt Bundeswahlleiter Roderich Egeler. Via Internet könnten dann Unentschlossene mobilisiert werden.[...>>>>>]

Prognosen-Verrat

Wahlergebnisse sickerten vorab auf Twitter durch

Von Ole Reißmann

Wurden die Landtagswahlen unzulässig beeinflusst? Gut 90 Minuten, bevor die Wahllokale schlossen, kursierten Prognosen im Internet. Unter anderem wurde dafür der Twitter-Account eines CDU-Politikers genutzt. Der streitet die Indiskretion ab - den Zugang hat er inzwischen gelöscht.

Hamburg - Die ersten Prognosen zu den Landtagswahlen kursierten bereits am Nachmittag im Internet, vor Schließung der Wahllokale. Über den Kurznachrichtendienst Twitter gaben zwei Nutzer gegen halb fünf Zahlen für das Saarland, Sachsen und Thüringen bekannt.[..]

Bisher wussten sie mit diesem Privileg umzugehen - und hielten dicht.

CDU-Twitterer: "Ich weiß nicht, wer das geschrieben hat"

Doch das mit der Geheimhaltung war einmal
[...]
Einer der Twitter-Accounts, über den die Wahlprognosen ins Netz sickerten, wurde mittlerweile abgeschaltet. Es ist der Zugang von Patrick Rudolph, CDU-Vorsitzender im Stadtverband Radebeul. "Ich weiß nicht, wer das geschrieben hat", sagte Rudolph auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE. Er sei es jedenfalls nicht gewesen - und habe den Account deswegen gelöscht.[...]


FOCUSonline

30.08.2009, 20:09

50 000 Euro Strafe für Vorabprognosen

Zu den Landtagswahlen lagen bereits vor der Schließung der Wahllokale detaillierte Prognosen vor. Sie wurden am späten Sonntagnachmittag via Twitter verbreitet. Dafür droht bis zu 50 000 Euro Bußgeld.


Die Mitteilungen hatten keine Quelle, beruhten aber wahrscheinlich auf Daten, die Wahlforscher erhoben haben. Die Zahlen der Twitter-Mitteilungen unterschieden sich nicht wesentlich von den Zahlen, die um 18 Uhr in ARD und ZDF verbreitet wurden. Die Sender stützen sich dabei auf Infratest dimap und die Forschungsgruppe Wahlen [...>>>>>>>>]
egbvcrqynk

Dr. med. Dünnbrettbohrer? (SZonline) Von wegen

DIE (siehe unten) ist echt! Bestimmt!
Etwas mehr Caritas, Charit'e, Barmherzigkeit. Bitte, Dr.SZonline Gnadenlos Julia Bönisch .

Dr. med. Dünnbrettbohrer

Medizinstudium und Promotion

08.07.2009, 10:35

Von Julia Bönisch

Doktortitel im Schnellverfahren: Ärzte promovieren oft parallel zum Studium und in nur wenigen Monaten. Das ist Geldverschwendung statt Wissenschaft, sagen Kritiker. Wird der Dr. med. verschenkt?[...]



Beier, Barbara: Der nicht natürliche Tod und andere rechtsmedizinische Sachverhalte in den deutschen Volksmärchen unter besonderer Berücksichtigung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

In welchem Fach? M-E-D-I-Z-I-N.

WO? Humboldt-Universität zu Berlin, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum Charité
[Abstract]
"Die Arbeit befaßt sich mit den Formen des nicht natürlichen Todes und weiteren rechtsmedizinischen Sachverhalten wie Leichenerscheinungen, Scheintod, Identifizierung von Personen und Leichen, Selbstverstümmelungen und Spuren von Tätern und Opfern in den deutschen Volksmärchen. Rechtsmedizinische Zusammenhänge von Ursache und Wirkung werden nach ihrer Gültigkeit im Märchen hinterfragt. Wie werden beispielsweise Gewaltwirkungen auf äußere Erscheinungsbilder betroffener Märchenfiguren, Tötungsgeschehen und Tatwerkzeuge dargestellt? Inwiefern entsprechen Schilderungen der Tatbestände und ihre Bewertung im Märchen auch historischem Rechtsverständnis? Was unterliegt den epischen Gesetzen des Märchens? Für die rechtsmedizinische Fragestellung nach den Verletzungsspuren am Getöteten, dem Tötungsgeschehen und den Tatwerkzeugen sind die Märchen als Quelle des Volkswissens nur begrenzt verwertbar. Zum Beispiel sind keine Wunden, innere Blutungen oder kleinere Verletzungen nach Gewalteinwirkung beschrieben. Es wurden nahezu alle klassischen Todesarten wie Ertrinken, Vergiften, Verbrennen, Verhungern, Erhängen, Erfrieren, Selbsttötung und Tod durch scharfe und stumpfe Gewalt im Märchen vorgefunden und betreffende Textstellen unter Benutzung der "historisch-geographischen Methode" regional verglichen. Zusammenhänge von Ursache und Wirkung konnten jedoch nicht im Sinne einer rechtsmedizinischen Rekonstruktion des zum Tode führenden Geschehens nach heutigen Maßstäben aufgestellt werden. Das Märchen als Volksüberlieferung kennt keinen historisch konkreten Zeitbezug. Mit der zeitlich und regional variierenden Wiedergabe des Erzählstoffes fließen neue Motive und anderes Wissen mit ein. Daraus ergab sich für die Arbeit eine zurückhaltende Aufstellung von Vergleichen des rechtshistorischen Alltags und der geschilderten Märchenwirklichkeit. Der nicht natürliche Tod konnte bei der rechtsmedizinischen Untersuchung nicht unabhängig von seinem Zusammenhang im Märchen betrachtet werden. Er ist im Märchen oft ein Mittel, entsprechend den Moralvorstellungen Gerechtigkeit herzustellen, aber auch die Protagonisten von ihrem positiven Weg abzubringen. Seine sozialisierende Funktion in der Märchengesellschaft kann nicht übersehen werden."

Zur Selbstüberprüfung ....ONLINE - Komplett:

Beier, Barbara: Der nicht natürliche Tod und andere rechtsmedizinische Sachverhalte in den deutschen Volksmärchen unter besonderer Berücksichtigung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm


Komplett zum Nachlesen:

Lies mal, wer da bohrt! - Dr. Deutschland? Dr. Dickbrettbohrer? Sonntagslektüre: Dissertations-Nachprüfung --- Promotionsnachprüfung -

Aufgeschreckt durch die garstigen Meldungen (inzwischen sollen es ja schon an die 300 sein - insbesondere Mediziner seien betroffen, so DER SPIEGEL, SÜDDEUTSCHE online - heute: Dr. med Dünnbrettbohrer ..) ), nahm ich nach rund 23 Jahren nochmal ein Büchlein aus dem Eichborn Verlag in die Hand.

Ich komme - wieder - zu dem Schluss, dass DIE echt ist. Zumindest die:

Die Pfalz beheimatet - soweit sich solche allgemeinen Feststellungen treffen lassen - einen fröhlichen und weltoffenen Menschenschlag, der viel Sinn für gesellschaftliches Zusammenieben und die Freuden der Zeit hat und dem dogmatischen Denken abgeneigt ist. (S. 48)

Doch behaftet sind die Pfälzer mit Aufschneiderei und Gernegröße: Neben einem ausgeprägten Sinn für Toleranz besteht jedoch häufig ein allzu starkes und unangenehmes Selbstgefühl. In diesem »lautstarken« Auftreten hat auch der »Pfälzer Krischer« seinen Ursprung (S. 48). Dieser Tarzan-Schrei der Kohl-Provinz scheint die einzige Schöne Kunst der Kanzler-Heimat zu sein: Bei aller Aufgeschlossenheit und praktischen Intelligenz - wenn's ums Abstrakte oder Denken geht, sind wir in der Pfalz auch ganz falsch - haben die Pfälzer keine ausgeprägte musische Veranlagung. (S. 48) Stell Dir vor, Kohl singt Wagner, und nur Hannelore und Teltschik gehen hin.

Trotz alledem ist diesem landsmannschaftlich so farbigen Land eine besondere Homogenität, wie sie andere deutsche Länder auszeichnet, versagt geblieben. (S. 148) Schade, denn die andernorts übliche bunte Einfarbigkeit hätten wir uns doch gewünscht, auch in der Sprache. In ihrer schwülstigen Sprache und romantisierenden Betrachtungsweise lassen es diese Ausführungen freilich an evangelischer Klarheit fehlen und waren wenig geneigt, auf die von kalvinistischer Nüchternheit geprägten Pfälzer Protestanten zu wirken (S. 104), schimpft unser katholischer Helmut über die landsmannschaftlich Andersfarbigen der Pfalz-SV (= Staatsbürgerliche Vereinigung), die nach Kriegsende gegen die CDU antrat. Die Sprache ist verräterisch. (Kohl im Südwestfunk, 12.11.1975). Er selbst spricht glasklar von ... nach Kriegsschluß ... (S. 2) und meint das Kriegsende damit, so wie Kohl mit »Friedensschluß« sicherlich den Kriegsanfang meinen würde. So spricht auch das Communique ... (S. 9) über z.B. ... französische Waffentaten ... (S. 22). Wobei der Enkel Adenauers nicht ganz sicher ist mit Patenonkel und Patentante: Bei der Wahl dieser Bezeichnung stand möglicherweise - wenn dies auch nicht besonders zum Ausdruck kam - die Tatsache Pate, daß ... (S. 33) Neben dem Patenstand der Tatsache bei der Bezeichnungswahl sei schließlich auf den ... schmerzhaften Schnitt mitten durch das Wirtschaftszentrum Mannheim-Ludwigshafen hingewiesen (S. 35), wo man sich doch gerade erst einen ... umfassenden Katalog zu Fragen der Wirtschaftspolitik zugelegt... (S. 157) hatte und wünscht, die Verbreiterung der kleinen und mittleren Besitzschichten sollte hierbei auf Kosten übermäßig großer Eigentumsbildung gehen (S. 86), ein Wunsch den er teilt mit einem ... Kreis liberalgewonnener Männer (S. 97), was auch immer das sein mag.

Nach Kriegsverlust und Kriegsschluß mußte der besatzernde Franzose - Die französische öffentliche Meinung war tief betroffen ... (S. 19) - mit den undogmatisch unterbelichteten Pfalzopathen, ihrer »Sprache«, ihren Schreien und ihrem landsmannschaftlich so farbigem Mangel an allerlei Begabungen fertigwerden. Man schickte hartgesottene Profis: Auch bei der

Militärregierung selbst erschienen Offiziere mit »Pfalzerfahrung«. (S. 148)

Eine annähernd genaue Zusammenstellung der Todesopfer

Eine spezifisch christliche Politik, die die kirchlichen Bekenntnisse nicht berührt, ist daher im allgemeinen nicht möglich. Sie ließe sich nur dort denken, wo der Gegensatz von christlich und nichtchristlich eindeutig wahrnehmbar ist ... (S. 78) Also berühren wir das kirchliche Bekenntnis und weisen damit nach, daß in der Pfalz niemand imstande ist, christlich und nichtchristlich eindeutig zu unterscheiden. Um das verstehen zu können, rüstet Pfalzmann Kohl zu einer Expedition durch Zeit und Raum: Bei der Betrachtung des politischen Lebens in der Pfalz erscheint es notwendig, einen Blick auf die Traditionen und politischen Gegebenheiten dieser Landschaft zu werfen. (S. 47)

Man mußte sich was einfallen lassen in der Pfalz, die ... in ihrer heutigen Gestalt ein Ergebnis der offenbar landschaftsgärtnerisch so wichtigen napoleonischen Kriege ist. (S. 47) Warum? Um der katastrophalen Kassenlage der Provinz abzuhelfen ... (S. 45) Und schlimmer: Die Ernährungsschwierigkeiten waren ungeheuer angestiegen (S. 30), ... insbesondere die Ernährungslage in den deutschen Kriegsgefangenenlagern ... (S. 45) Die alles beherrschende Aufgabe war die Sicherung der Ernährung. (S. 45) Die einheitliche Forderung der Parteien galt der Verbesserung der katastrophalen Ernährungslage. (S. 139) So ... beschäftigte sich der überparteiliche Ausschuß in gemeinsamen Sitzungen mit der Provinzialregierung hauptsächlich mit der auch weiterhin sehr kritischen Ernährungslage (S. 62) und kaute ... auch tagespolitische Fragen wie das Ernährungsproblem ... (S. 81) durch.
gleich ins reine geschrieben im Alter von 28 Jahren"

KOHL, Helmut: "Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedersehen der Parteien nach 1945", Heidelberg, 1958 - U 58,4033 (zitiert nach: Schwarze, Achim: "Dünnbrettbohrer in Bonn - Aus den Dissertationen unserer Elite", 1984 "

Vormerken! Die großen Kriminalfälle (1/4) Film von Thomas Fischer Der Kindermörder Jürgen Bartsch

Die großen Kriminalfälle (1/4)

Film von Thomas Fischer
Der Kindermörder Jürgen Bartsch

Am 21. Juni 1966 nimmt die Polizei den 19-jährigen Metzgergesellen Jürgen Bartsch in der Wohnung seiner Adoptiveltern fest. Vier Jungen im Alter zwischen acht und zwölf Jahren hat Bartsch umgebracht. Seinen ersten Mord beging er 1962, gerade 15 Jahre alt. Kein Serienmörder hat sich so offen zu seinen Taten geäußert, kein Sexualstraftäter wurde von so vielen Gutachtern untersucht wie Jürgen Bartsch - dennoch blieb er ein Rätsel. Der Fall beschäftigtJuristen, Ärzte, Psychologen und die Öffentlichkeit. Im Dezember 1967 wird Bartsch aufgrund umstrittener Gutachten zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt. Ein zweiter Prozess endet mit einem wesentlich geringeren Strafmaß. Bartsch wirdzu zehn Jahren Jugendstrafe verurteilt und später in einer psychiatrischen Heil- und Pflegeanstalt untergebracht. Schuldgefühle und Mordfantasien quälen ihn täglich, und 1976 stimmt er einer Kastration zu. Während der Operation stirbt Bartsch. Die Obduktion ergibt, dass eine falsche Dosierung des Narkosemittels den Tod verursacht hat - ein Kunstfehler, wie die Ärzte einräumen.
Die erste Folge der vierteiligen Reihe "Die großen Kriminalfälle" verfolgt den Fall des Mörders Jürgen Bartsch.
Montag, den 07.09.2009 - 20:15 Uhr
Die weiteren drei Folgen von "Die großen Kriminalfälle" zeigt 3sat montags um 20.15 Uhr.

Justizskandale und ihre Ursachen: - Genügend eigene Sachkunde?

Mit SCHWÖREN! Das haben wir jetzt erst gesehen... Der vorherige Beitrag >>> entstand unanbhängig davon. ABer es paßt ja ....

Dossier

Sonntag, 30. August 2009



"Genügend eigene Sachkunde"

Justizskandale und ihre Ursachen

Es passiert immer wieder, dass unschuldige Menschen verurteilt werden und ins Gefängnis gehen. Die dort verlorenen Jahre können nicht mehr aufgeholt werden. Aber wie kann es dazu kommen, dass Menschen zu Unrecht verurteilt werden?

Für Sabine Rückert ist es erschreckend leicht, im Gefängnis zu landen. Und zwar als Unschuldige, als Opfer eines Justizirrtums. "Das sind keine bedauerlichen Einzelfälle, sondern das ist ein richtiges Problem", ist die Gerichtsreporterin der Wochenzeitung "Die Zeit" überzeugt. Zig verlorene Jahre hinter Gittern können die Folge sein, der berufliche und soziale Ruin. Doch wie kommt es zu solchen Fehlurteilen - und wie könnten sie verhindert werden?

[...]

n-tv.com Sonntag, 30.09.2009 http://www.n-tv.de/wissen/dossier/Justizskandale-und-ihre-Ursachen-article482053.html

Man lese auch:

HIER

_________________
Forum für falsche (induzierte) Erinnerungen, erfundener Missbrauch, Falschanschuldigungen und Fehldiagnose Multiple Persönlichkeitsstörung: http://www.induzierte-erinnerungen.com/





l
“Hört’s auf mit dem Schmarrn”
Sozialpädagoge Papperger wehrt sich gegen den Vorwurf, seine Frau vergewaltigt und die Kinder missbraucht zu haben DER SPIEGEL - 16.04.2007
Viel “Aufdeckung”, wenig Aufklärung: Ein Sozialpädagoge wehrt sich gegen den Vorwurf, seine Frau vergewaltigt und die Kinder missbraucht zu haben. Von Gisela Friedrichsen Der Münchner Rechtsanwalt Peter Weitzdörfer ist … mehr…
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=%22H%C3%B6rt%27s+auf+mit+dem+Schmarrn%22&id=51211750&top=SPIEGEL&suchbegriff=h%C3%B6rt%27s+auf+mit+dem+schmarrn&quellen=&qcrubrik=artikel

Unser Sohn ist unschuldig - Schicksalsreportage: Der Justiz-Albtraum der Familie Waring

Mitten in der Nacht stürmen Polizisten das Haus von Familie Waring und nehmen den Sohn Patrick mit. Der Vorwurf: Der 15-jährige soll ein 18-jähriges Mädchen bedroht und mehrfach vergewaltigt haben. Das Opfer belastet Patrick mit seiner Aussage schwer, eine Freilassung auf Kaution wird abgelehnt.

Es ist der Beginn eines Albtraums für die Familie: Wegen einer Straftat, die er nie begangen hat, wird der Sohn ein Jahr im Gefängnis sitzen. Patricks Eltern und Geschwister zweifeln keinen Moment an seiner Unschuld – doch die Kosten für Anwälte und unabhängige Rechtsmediziner, die schließlich skandalöse Ermittlungsfehler aufdecken, treiben die Warings in den Ruin [...]

Am Ende der nervenaufreibenden Gerichtsverhandlung hat eine Jury das letzte Wort: Sie erkennt auf „nicht schuldig“ – in allen Anklagepunkten.

Dennoch saß der 15-Jährige ein Jahr lang unschuldig im Gefängnis. Die Lügen eines Mädchens und die Fehler eines Justizsystems haben ihn für immer geprägt – und auch seine Familie, die der Kampf für Patricks Freiheit finanziell ruinierte.

RTL II >>>>>>>>>>>>>.

Dienstag, 01.09.2009

Warum geht RTL II extra bis Australien?

Gibt es HIER nicht Fälle satt und genug?

Oder: SMS läßt Lügengebäude einer Frau einstürzen!

NACHTRAGEND:

ZUFALL - ehrlich! >>>>>>>> N-TV 30.09.2009


Samstag, 29. August 2009

Neues FamFG ab 01.09.2009: SchoSchei? WELT: Wer's glaubt wird selig.

Neues Gesetz

Familiengericht – Werden Scheidungen jetzt fairer?

Von Stefan Noack 28. August 2009, 18:33 Uhr

Mit der Schaffung des "großen Familiengerichts" sollen juristische Streitigkeiten in Familien in Zukunft mit weniger Aufwand geregelt werden. Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) lobt die am 1. September in Kraft tretenden gesetzlichen Änderungen als "fair". Experten zeigen sich skeptisch und warnen. [weiter >>>>>>>>>> >...]


Zur Vergangenheitsbewältigung bei der Abschiedsfeier von den "Dschungelbüchern" empfehlen wir Filme wie

Schonende Scheidung? Durch neues Recht/Gesetz?

Die Anwälte/-innen bleiben doch im Ring, oder?

;-)

"Scheidungsanwälte - der Schimmelpilz unterm Abschaum
Julianne Moore und Pierce Brosnan in der Beziehungskomödie "Laws of Attraction - Was sich liebt, verklagt sich"
Birgit Walter

Es soll vorkommen, dass sich Menschen einvernehmlich scheiden lassen. Sie einigen sich friedvoll über Ehegatten- und Kindesunterhalt, Sorgerecht und Zugewinnausgleich, leben gesittet zehn Monate getrennt und reichen dann erst ihren Scheidungsantrag ein. Sie ziehen gar eine Online-Scheidung in Betracht - das gilt als besonders sparsame Variante. Aber bitte, was kann das für eine Scheidung werden?"[Berliner Zeitung 16.06.2005...]


Eigenlob BMJ: "Zypries: Bausteine für ein modernes Familienrecht"

Da hilft wohl nicht mal mehr Brise ONE touch. Das müssen schon zwei, drei touches mehr sein. Wir nehmen "Summer Bouquet":

Zypries: Bausteine für ein modernes Familienrecht

Berlin, 28. August 2009




Am 1. September 2009 treten wichtige Änderungen im Familienrecht in Kraft.

"Unsere Reformen beim Versorgungsausgleich und beim Zugewinnausgleich sorgen für eine gerechte Vermögensverteilung bei der Scheidung. Außerdem bekommen wir ein modernes Verfahrensrecht für alle Familiensachen und für die Materien der freiwilligen Gerichtsbarkeit - also etwa für Betreuungs-, Unterbringungs- und Nachlasssachen. Damit kommen - nach der bereits Anfang 2008 in Kraft getretenen Unterhaltsrechtsreform - weitere große Bausteine für ein zeitgemäßes, verlässliches und praktisch handhabbares Familienrecht", sagte Bundesjustizministerin Zypries.

Zu den Vorhaben im Einzelnen:

  • Am 1. September 2009 tritt die Strukturreform des Versorgungsausgleichs in Kraft. Ziel des Versorgungsausgleichs ist, bei der Scheidung alle in der Ehe erworbenen Rentenanrechte hälftig zu teilen. Bisher kam es oft zu ungerechten Teilungsergebnissen, insbesondere zu Lasten der Frauen. Auch konnten betriebliche und private Versorgungen oft nicht zeitnah zur Scheidung aufgeteilt werden. In Zukunft wird jedes in der Ehe aufgebaute Versorgungsanrecht im jeweiligen Versorgungssystem hälftig geteilt. Vorrangig kommt es zur "internen Teilung", bei der jeder sein eigenes "Rentenkonto" erhält, also einen eigenen Anspruch gegen den jeweiligen Versorgungsträger. Darüber hinaus ist das neue Recht übersichtlicher, verständlicher und vereinbarungsfreundlicher. (Mehr...)
  • Auch die am 1. September 2009 in Kraft tretenden Änderungen des Zugewinnausgleichs- und Vormundschaftsrechts dienen der Verteilungsgerechtigkeit bei der Scheidung. Grundgedanke des Zugewinnausgleichs ist, den während der Ehe erzielten Vermögenszuwachs zu gleichen Teilen auf beide Ehegatten zu verteilen. Um dies noch zuverlässiger zu erreichen, wird dem Beiseiteschaffen von Vermögenswerten nach der Trennung durch verschiedene Maßnahmen ein Riegel vorgeschoben. Außerdem wird künftig umfassend berücksichtigt, ob ein Ehepartner mit Schulden in die Ehe gegangen ist und ob diese Schulden während der Ehezeit beglichen wurden. (Mehr...)
  • Die Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit wird ebenfalls am 1. September 2009 in Kraft treten. Sie fasst das gerichtliche Verfahren in Familiensachen und in den Materien der freiwilligen Gerichtsbarkeit - also etwa Betreuungs-, Unterbringungs- und Nachlasssachen - erstmals in einer einzigen Verfahrensordnung übersichtlich zusammen. Die durch Ehe und Familie sachlich verbundenen Streitigkeiten werden künftig beim so genannten Großen Familiengericht gebündelt. Das Vormundschaftsgericht wird aufgelöst, seine Aufgaben vom Familiengericht und vom Betreuungsgericht übernommen. Überdies wird der Kinderschutz im gerichtlichen Verfahren ausgebaut, indem beispielsweise die Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte der betroffenen Kinder weiter gestärkt werden. (Mehr...)

Das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586) wurde bis zum Inkrafttreten mehrfach geändert. Eine Textfassung mit Stand 1.9.2009 finden Sie hier.

http://www.bmj.de/enid/852f6ba62ae51d624d5c2ef6f3bd59d9,921c166d6f6465092d09093a09636f6e5f6964092d0936323036/Pressestelle/Pressemitteilungen_58.html


Freitag, 28. August 2009

Thilo Sarrazin unter Verdacht der Untreue? Staatsanwaltschaft ermittelt

Jetzt wird's aber ganz geil! Laut WELT (und anderen -ntv) ermittelt die STA gegen den geizigen Thilo Sarrazin (Hartz-IV-Menü: Drei Gänge für drei Euro), dessen Name irgendwie nach Migrationshintergrund klingt (siehe unten), wegen des Verdachts der Untreue.

Dann muss er sich aber jetzt wohl etwas wärmer anziehen. Die gefühlte Kälte dürfte sonst bald nicht mehr auszuhalten sein.
Manchem HARTZ IV-Empfänger wird dagegen wohl bei den Meldungen ganz warm ums Herz.
Und mancher Beamte, der sich vor kurzem warm schaffen sollte, wird gleich und zur Feier des Tages noch heute die Heizung aufdrehen... . Mit steigender Besoldungsstufe mindestens 3 Grad bis zur Dampfsauna..

Übrigens: Hat der Mohr seine Schuldigkeit getan, kann er gehn????

Sarrazin , var. Sarazin ,-ain , sobriquet particulièrement méridional , d'après le nom des Sarrazins , noté dans la région d'oil , plus fréquemment , par le nom des Mores . Ce sobriquet a du s'appliquer à un individu à la peau basanée .
Viens du bas latin "saracenus" habitant de l'Arabie. Pendant tout le Moyen-Age le nom s'est appliqué aux musulmans d'Afrique et d'Espagne.

Sarrazin, var. Sarazin,-ain, Spitzname besonders südlich, nach dem Namen der Sarazenen, beachtet in der ÖL(sic!)-Region, häufiger, durch den Namen der Mauren. Dieser Spitzname wurde auch auf eine Einzelperson mit sonnenverbrannter (braungebrannter)Haut angewandt.

Kommt von lat. "saracenus" Einwohner Arabiens. Während des gesamten Mittelalters wurde der Name auf die Muslime in Afrika und Spanien bezogen.
"
Thilo Sarrazin
Eisige Zeiten
"Wenn die Energiekosten so hoch sind wie die Mieten, werden sich die Menschen überlegen, ob sie mit einem dicken Pullover nicht auch bei 15 oder 16 Grad Zimmertemperatur vernünftig leben können."
FOCUSonline 29 07 2008 10:53 Uhr

Prozessaufspürer! - Prozeßaufspürer! - Sykophant! - Noch so'n Vogel für den Duden...Prozessaufspürerin! - Prozeßaufspürerin! - Sykophantin!

Erste! Die Rechtsanwäldin hat ihn als Erste in neuer deutscher Rechtschreibung aufgespürt und hiermit veröffentlicht: den Prozessaufspürer!

In den DUDEN mit ihm!

Obwohl millionenfach vorhanden - unter anderem Tarnkleid/in neuem Gewand/Gefieder - ist er/war er unter seinem alten Namen allein einmal im Google-Universum zu finden: als Prozeßaufspürer. (als Weltkulturerbe steht der Bergriff damit leider schon unter creativ common license - ;-) )

Der Sykophant (natürlich nach dem AGG gleich auch in der gleichgestellten Version als Sykophantin, Prozeßauspürerin [alte Rechtschreibung] und Prozessaufspürerin im antiken Athen wohl bekannt und in Aristophanes' "Die Vögel" (nicht verwechseln mit Hitchcocks Drama "Die Vögel") verewigt, tauchte er/sie später gelegentlich eher selbst in der schwarzem Gefieder kurz unter anderer Bezeichnung auf und dann wieder unter. Aus dem Mittelalter stammt denn dann auch der Spruch:

"Der größte Lump (schlimmste Mensch?)
im Land ist und bleibt der Sykophant."


WIKIPEDIA weiß gar Übles zu berichten:

"404 v. Chr. wurden unter der
Tyrannenherrschaft der Dreißig mehrere Sykophanten hingerichtet.
Nach der Wiederherstellung der Demokratie blühte jedoch auch das Sykophantenwesen erneut auf."


Es darf daher auch nicht verwundern, wenn er/sie sich trotz des Risikos (siehe auch unten) auch heute noch gelegentlich blicken läßt.

Nette kollegiale Geste dagegen dies:
NJW 32/2009 S. 2363f
NJW 34/2009 S. 2509f

Hier sei denn auch nochmal bei der Gelegenheit an den guten Aristophans erinnert:
Aristophanes: Sämtliche Komödien. Zürich 1952, Band 2, S. 53-67.
Lizenz:
Kategorien:
"

"

Ein Sykophant tritt auf.


SYKOPHANT.

»Was für Vögel sind denn das, von Gefieder bunt«,

Doch im übrigen bettelarm?

Sprich, »du flügelausreckende, bunte Schwalbe!«

PISTHETAIROS.

Nun kommt die schwere Not uns auf den Hals!

Da gluckst und überläuft uns wieder einer.

SYKOPHANT.

Noch einmal: »flügelausreckende, bunte« –

PISTHETAIROS.

Der, scheint es, spielt auf seinen Mantel an:

Der braucht wohl mehr als einer Schwalbe Flaum.

[65] SYKOPHANT.

Wer sorgt hier für Befiederung der Fremden?

PISTHETAIROS.

Der Mann bin ich! Was steht zu Dienst? Sag an!

SYKOPHANT.

Ei, Flügel, Flügel! Was bedarf's der Frage?

PISTHETAIROS.

Du denkst wohl nach Pellene hinzufliegen?

SYKOPHANT.

O nein, ich bin Gerichtsbot' auf den Inseln

Herum und –

PISTHETAIROS.

Sykophant? – Ein schönes Amt!

SYKOPHANT.

Prozeßaufspürer! Um von Stadt zu Stadt

Zitierend mich zu schwingen, brauch' ich Flügel.

PISTHETAIROS.

Geht das Zitieren denn mit Flügeln besser?

SYKOPHANT.

O nein, es ist nur der Piraten wegen!

Und heim dann kehr' ich mit den Kranichen,

Statt mit Ballast den Kropf gefüllt mit – Klagen!

PISTHETAIROS.

Das ist dein Handwerk also! Noch so jung

Und schon Spion und Sykophant auf Reisen?

SYKOPHANT.

Was soll ich machen? Graben kann ich nicht –

PISTHETAIROS.

Es gibt, bei Gott, doch ehrliche Gewerbe,

Von denen sich ein Mensch in deinem Alter

Ernähren sollt', und nicht vom Händelstiften!

SYKOPHANT.

Salbader! Flügel brauch' ich, nicht Moral!

PISTHETAIROS.

Mit meinem Wort beflügl' ich dich!

SYKOPHANT.

Wie soll

Mich das beflügeln?

PISTHETAIROS.

Ei, durch Worte macht

Man jedem Flügel!

SYKOPHANT.

So?

PISTHETAIROS.

Und hast du nie

Gehört, wie Väter in den Baderstuben

Vor jungen Leuten manchmal also sprachen:

›Mein Jung' hat Schwung, Diitrephes beflügelt

Ihn durch sein Wort – zum Reiten und zum Fahren!‹

Ein andrer meint: der seine habe Schwung

[66] Fürs Trauerspiel, hochfliegend sei sein Geist –

SYKOPHANT.

So könnten Worte Flügel geben?

PISTHETAIROS.

Freilich!

Durch Worte schwingt der Genius sich auf,

Der Mensch erhebt sich! – Und so will auch ich

Mit wohlgemeinten Worten dich beflügeln

Zur Ehrlichkeit –

SYKOPHANT.

Das willst du? – Ich will nicht!

PISTHETAIROS.

Was willst du denn?

SYKOPHANT.

Nicht schänden mein Geschlecht!

Ererbt hab' ich das Sykophantenhandwerk:

Drum gib mir schnelle, leichte Fittiche,

Vom Habicht oder Falken, daß die Fremden

Ich herzitieren, hier verklagen kann

Und dann ausfliegen abermals –

PISTHETAIROS.

Verstehe!

Du meinst: gerichtet soll der Fremde sein,

Noch eh' er hier ist?

SYKOPHANT.

Völlig meine Meinung!

PISTHETAIROS.

Er schifft hierher, indes du dorthin fliegst,

Um sein Vermögen wegzukapern?

SYKOPHANT.

Wohl!

Flink wie ein Kreisel muß das gehn!

PISTHETAIROS.

Verstehe!

Ganz wie ein Kreisel! – Ei, da hab' ich eben

Scharmante Flügel von Kerkyra – schau!


Zeigt ihm die Peitsche.


SYKOPHANT.

Au weh, die Knute!

PISTHETAIROS.

Schwingen sind's, mit denen

Du mir hinschwirren sollst ›flink wie ein Kreisel!‹


Peitscht ihn durch.


SYKOPHANT.

Au, au!

[67] PISTHETAIROS.

So fliege doch, Halunke, fliege!

Erzgauner, tummle dich, frischauf! – Ich will

Die Rechtsverdreherpraxis dir versalzen!


Sykophant ab.

Zu den Sklaven.


Nun packt die Federn ein! Wir wollen gehn!


Ab.


ERSTER HALBCHOR.

Viel des Neuen, Wunderbaren

Haben wir auf unserm Flug

Schon gesehn! Vernehmt und staunet:

Aufgeschossen, fern von Kardia,

Ist ein seltsam fremder Baum,

Und der heißt: Kleonymos –

Ist im Grund zu nichts zu brauchen,

Aber stämmig sonst und groß;

Sykophantenfrüchte trägt er

Stets im Frühling, goldumlaubte, –

Aber nackt im Wintersturme

Steht er da, schildblätterlos!

ZWEITER HALBCHOR.

In der ampellosen Wüste,

Der ägypt'schen Finsternis

Nah gelegen ist ein Land;

Allda schmausen und verkehren

Menschen mit Heroen immer

Früh, doch spät am Abend nicht!

Denn geheuer ist es nicht,

Ihnen zu begegnen nachts:

Würd' ein Sterblicher dem Heros

Da begegnen, dem Orestes, –

Schwer vom Schlag getroffen würd' er,

Ausgezogen bis aufs Hemd!


Quelle:
Aristophanes: Sämtliche Komödien. Zürich 1952, Band 2, S. 53-67.
Lizenz:
Kategorien:
"




Prangende Wirkung durch Photos bei vollständiger Namensveröffentlichung von Rechtsanwälten bei Falsch-Paraphrasierung von Gerichtsurteilen

Wie peinlich ist >>>> DAS ("Die volle Namensnennung von Rechtsanwälten bei ") denn? - Jeder blamiert sich halt so gut er kann .. Eigentlich wollten wir ohnehin mal einen Beitrag über das Stille-Post-Spiel für Juristen im Stile unseres Lieblingsprofs Fritjof HAFT ("Einführung ins juristische Lernen") schreiben. Doch DAS kam uns noch dazwischen. Auch wenn man uns in der Folge bis ins siebte Glied verfolgt, unsere Kinder und Kindeskinder und Kindeskindeskinder schändet und diese im Internet anprangert, DAS muss jetzt raus: (Solange der Link noch funzt.)
"Tilmann" war schneller und hat es schon über Nacht mit einem qualifizierten "Häh?" kommentiert und näher ausgeführt: "Bei 7 W 56/07 geht es um die Veröffentlichung von Urteilen allgemein, dass es eine Abwägung geben muss etc. Nicht um die Nennung von beauftragten Anwälten. "
Bender/Nack/Teuer (Tatsachenfeststellung vor Gericht) geben zu Recht in ihrem Schinken (leider nur) Strafrichtern die Empfehlung - ich paraphrasiere jetzt mal (das Zitat finde ich noch, wird nachgepflegt ;-) - Habe das Buch gerade nicht zur Hand.)

"Paraphrasieren Sie nicht(zitieren Sie nicht SINNGemäß).
Sie können es nicht."



"


Das sollten dann auch gelegentlich Anwälte (und ihre Mitarbeiter) tun, insbesondere dann, wenn sie mit prangendem Vollbild (ohne schwarze Balken!) und unter voller Namensnennung - also ohne Scham offensichtlich - ein Urteil "zitieren", das sie offensichtlich nicht verstanden haben.
Gelegentlich sollten sie vorher mal inFachzeitschriften lesen, in denen sie laut Homepage wohl nicht selbst publizieren: c´t-Aufsatz (http://www.dr-bahr.com/download/kaufmann-nachgetreten-oder-nachgehakt.pdf) von RA Kaufmann als PDF via Dr. Bahr "Nachgetreten oder nachgehakt?".

[...]

Advokaten

Nicht selten findet man auch juristische Dokumente im Web, in denen die Namen der

beteiligten Rechtsanwälte einschließlich der Kanzleiadresse zu lesen sind. Sowohl das

Oberlandesgericht München als auch das Oberlandesgericht Hamm fanden an

der ungeschwärzten Publikation nichts Anstößiges.[...]



Oder: Dr. Bahr 14.12.08: KG Berlin: Veröffentlichung von anwaltliche Schriftsätzen



Es wäre ja auch recht merkwürdig, wenn LehrerINNEN ge(s)pickt werden dürften, Anwälte sich nur selbst (z.B. auf der Homepage) positiv darstellen und loben dürften.
Sich z.B. in PR-Datenbanken eintragen, die ein (für den potentiellen Mandanten/die Mandatntin, der/die eben übers Internet suchen) nicht nachvollziehbares Rating- und Ranking-System haben, bei dem man den Eindruck nicht los wird, als säßen am anderen Ende der Welt willige und billige Chinesen, die für Entgelt "über Nacht" voten, dass es eine Art hat und z.B. eine neu eingetragene Anwältin eben über Nacht im Ranking nach oben katapultieren.
Nein, umgekehrt wird natürlich ein Schuh draus: Gerade durch die namentliche Zitierung von Anwälten (aus Schriftsätzen, Urteilen) muss bei einem Angebot von inzwischen über 153.000 einem Wildwuchs und dem Vergessen von Standesregeln Einhalt geboten werden.
Damit eben keine sinnlosen (von vorneherein aussichtslosen) Prozesse geführt werden.

ANALOGES gilt im Übrigen auch für (psychologische) "GUTACHTER", die mit Auszügen ihrer geistigen Ergüsse, die ja auch eine Entscheidung IM NAMEN DES VOLKES vorbereiten, mit Voll-Namensnennung eben dafür geradestehen müssen/sollen - wie z.B. die Entschediung des LG Berlin 16 0 940/05 verkündet am 07.11.2006 zeigte. (FUNDSTELLE - HIER bei www.system-familie.de)